🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Die Zaunrübe (Bryonia dioica, auch Rotbeerige Zaunrübe) ist eine kletternde Staude aus der Familie der Kürbisgewächse, die in Hecken und an Zäunen rankt und im Spätsommer rote Beeren bildet. Der Giftstoff sitzt in Wurzel, Beeren und grünen Pflanzenteilen und besteht aus mehr als zwanzig verschiedenen Cucurbitacinen, stark bitteren und zellschädigenden Triterpenverbindungen. Diese wirken scharf reizend auf die Magen und Darmschleimhaut und schädigen zusätzlich Leber und Nierengewebe. Für Hunde ist die Pflanze gefährlich, weil schon eine kleine Menge Beeren, etwa sechs bis acht Stück, deutliche Vergiftungserscheinungen auslösen kann und die Wurzel als giftigster Pflanzenteil gilt. Genaue Dosisschwellen für Hunde sind wissenschaftlich kaum untersucht, veterinärmedizinische Quellen stufen die Pflanze aber insgesamt als hochgiftig ein.
Nach der Aufnahme setzen die ersten Beschwerden meist innerhalb weniger Stunden ein, mit starkem Speicheln, Übelkeit und wiederholtem Erbrechen. Im weiteren Verlauf, oft nach vier bis zwölf Stunden, kommt es zu wässrigem bis blutigem Durchfall, da die Cucurbitacine die Darmschleimhaut direkt angreifen. Bei größeren aufgenommenen Mengen können Bauchschmerzen, Schwäche und ein Abfall des Blutdrucks bis hin zum Kreislaufkollaps folgen, teils begleitet von einer Nierenreizung. Schwere Vergiftungen können innerhalb von ein bis zwei Tagen lebensbedrohlich werden, weshalb bei jedem Verdacht auf Aufnahme umgehend tierärztlicher Rat einzuholen ist.
Tierarzt aufsuchen.
Mittel- und Südeuropa; Hecken, Zäune, Waldränder, in D bes. in wärmeren Gebieten
Saison: Sommer–Herbst (Jul–Okt, Beeren)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.