🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Xylit ist ein Zuckeralkohol, der industriell unter anderem aus Birkenholz oder Maiskolben gewonnen wird und heute in zuckerfreiem Kaugummi, Zahnpflegeprodukten, manchen Backwaren und Erdnussbuttern steckt. Beim Menschen hat Xylit kaum Einfluss auf die Insulinausschüttung, weshalb es gerade Diabetikern als Zuckerersatz empfohlen wird. Beim Hund löst dieselbe Substanz jedoch eine rasche, dosisabhängige Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse aus, die bei einer Menge von etwa 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht ein Sechsfaches der Insulinausschüttung erreichen kann, die dieselbe Menge Traubenzucker auslösen würde. Ab ungefähr 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht ist mit einer Unterzuckerung zu rechnen, ab etwa 500 Milligramm pro Kilogramm zusätzlich mit Leberversagen, weshalb schon kleinste Mengen bei kleinen Hunden kritisch werden können.
Sehr kleine Mengen reichen schon: Erste Anzeichen sind Schwäche, Taumeln, Erbrechen durch Unterzuckerung, innerhalb von 30 Minuten bis wenigen Stunden. Später kann Leberversagen folgen. Schon Spuren aus Zahnpasta oder ein einzelner Kaugummi können gefährlich werden.
Notfall! Sofort Tierarzt, auch bei kleinen Mengen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.