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Ist Maiglöckchen giftig für Hunde?

sehr hoch
Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Maiglöckchen, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist eine in ganz Europa heimische Waldpflanze aus der Familie der Spargelgewächse, deren Blätter denen von Bärlauch zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Pflanze enthält über 30 herzwirksame Glykoside, allen voran Convallatoxin, die auf ähnliche Weise wie die Wirkstoffe des Fingerhuts die Natrium-Kalium-ATPase am Herzen hemmen und so die Erregungsleitung stören. Besonders zu beachten ist, dass sich die Glykoside auch im Wasser lösen, in dem die Blüten stehen, sodass bereits das Trinken von Vasenwasser mit Maiglöckchen zur Vergiftung führen kann. Wie viel für einen Hund im Einzelfall gefährlich wird, ist nicht genau beziffert, weshalb jede Aufnahme, auch kleiner Mengen, ernst zu nehmen ist.

Symptome einer Vergiftung

Nach der Aufnahme entwickeln sich zunächst Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe als Reaktion des Magen-Darm-Trakts. Parallel dazu oder mit kurzer Verzögerung treten die für herzwirksame Glykoside typischen Symptome auf, ein unregelmäßiger, verlangsamter Puls, Schwäche und zunehmende Teilnahmslosigkeit. In schweren Fällen kann sich daraus ein lebensbedrohliches Kreislaufversagen mit Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand entwickeln. Da Blumenwasser ebenso giftig ist wie die Pflanze selbst, sollten auch scheinbar harmlose Situationen wie das Trinken aus einer Vase mit Maiglöckchen tierärztlich abgeklärt werden.

🚨 Was hilft im Notfall

Sofort Notfall-Tierarzt! Herz-Kreislauf-Überwachung. Aktivkohle kann in der ersten Stunde helfen. Nicht erbrechen lassen, da Kreislauf bereits belastet.

Vorkommen in Deutschland

Ganz Europa in Laubwäldern, Auenwäldern und Parks. In Deutschland flächendeckend verbreitet, eine der häufigsten Waldpflanzen. Gefahr: wird in Bärlauch-Gebieten oft verwechselt, da Blätter ähnlich aussehen.

Saison: Frühling (Apr–Mai)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.