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Ist Eibe giftig für Hunde?

sehr hoch
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Eibe, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Die Eibe (Taxus baccata) ist ein in ganz Mitteleuropa heimisches Nadelgehölz aus der Familie der Eibengewächse. Die namensgebenden Taxin-Alkaloide stecken in Nadeln, Rinde und Samen, während allein das rote, süßliche Fruchtfleisch um den Samen ungiftig ist. Taxine wirken direkt auf Natrium- und Kalziumkanäle der Herzmuskelzellen und blockieren die Erregungsleitung, was zu schweren Rhythmusstörungen bis zum plötzlichen Herzstillstand führen kann, oft ohne dass zuvor viele andere Warnzeichen auffallen. Für Hunde gilt eine Menge von etwa 2,3 Gramm Nadeln pro Kilogramm Körpergewicht als gefährlich, bei einem mittelgroßen Hund entspricht das ungefähr 30 Gramm, wobei die individuelle Empfindlichkeit schwankt.

Symptome einer Vergiftung

Erste Symptome zeigen sich meist innerhalb von 1 bis 3 Stunden nach der Aufnahme: Zittern, Unsicherheit beim Gehen und Taumeln als erste Zeichen der Herz- und Kreislaufbelastung. Der Puls kann zunächst beschleunigt sein, kippt dann jedoch typischerweise in eine gefährliche Verlangsamung um, begleitet von Atemnot und Krämpfen. Weil die Taxine die Erregungsleitung am Herzen blockieren, kann der Tod durch plötzlichen Herzstillstand eintreten, mitunter bevor überhaupt alle typischen Vergiftungszeichen durchlaufen wurden. Besonders tückisch ist die Aufnahme von Heckenschnitt-Resten, da angewelkte oder getrocknete Nadeln ihre Giftigkeit nicht verlieren.

🚨 Was hilft im Notfall

Sofort Notfall-Tierarzt! Höchste Eile. Tod kann innerhalb von Minuten eintreten. Kein Gegengift verfügbar. Intensivmedizinische Überwachung des Herzens zwingend.

Vorkommen in Deutschland

Ganz Mitteleuropa heimisch. In Deutschland eine der häufigsten Garten- und Friedhofspflanzen, als Heckenpflanze in fast jeder Wohnsiedlung. Auch wild in alten Laubwäldern. Besondere Gefahr: abgeschnittene Zweige am Wegesrand nach Heckenschnitt.

Saison: Ganzjährig

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.