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Ist Wolfsmilch (Euphorbia) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Wolfsmilchgewächse (Euphorbia) bilden mit weltweit über 2000 Arten eine der größten Pflanzenfamilien und reichen von der Zimmerpflanze über Steingartenstauden bis zum Weihnachtsstern, der botanisch ebenfalls zur Gattung Euphorbia zählt. Namensgebend ist der milchig-weiße Saft, der bei Verletzung der Pflanze austritt und Diterpenester sowie Triterpensaponine enthält; diese Stoffe reizen Haut und Schleimhäute unmittelbar chemisch und können bei Augenkontakt schmerzhafte Entzündungen auslösen. Bei Hunden steht daher weniger eine systemische Vergiftung als eine lokale Reizwirkung im Vordergrund, die beim Abbeißen oder Zerkauen von Blättern und Stängeln praktisch sofort einsetzt. Verlässliche toxische Schwellendosen sind für die Vielzahl der Euphorbia-Arten kaum einheitlich zu beziffern, generell gilt die Wirkung aber als unangenehm reizend statt lebensbedrohlich.

Symptome einer Vergiftung

Der weiße Milchsaft tritt beim Abbrechen von Blättern oder Stängeln sofort aus und wirkt direkt reizend. Bei Hautkontakt zeigen sich Rötung und Schwellung, bei Kontakt mit den Augen eine heftige, schmerzhafte Bindehautentzündung mit Tränenfluss und Kneifen der Lider. Wird Pflanzenmaterial aufgenommen, folgen meist rasch vermehrtes Speicheln, ein brennendes Gefühl im Maul, Erbrechen und Durchfall. Die Beschwerden klingen bei den meisten Hunden nach Entfernen des Reizstoffes und ausreichend Flüssigkeitszufuhr innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder ab, bei starker Augenreizung oder anhaltendem Erbrechen ist dennoch tierärztlicher Rat sinnvoll.

🚨 Was hilft im Notfall

Milchsaft sofort mit viel Wasser abwaschen. Bei Augenkontakt: Auge 15 Min. spülen, Tierarzt. Bei Aufnahme: Tierarzt kontaktieren.

Vorkommen in Deutschland

Weltweit über 2000 Arten. In Deutschland als Garten- und Zimmerpflanze (Weihnachtsstern ist auch eine Euphorbia) sowie wild an Wegrändern und in Steingärten verbreitet.

Saison: Ganzjährig

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.