🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Das Einblatt, botanisch Spathiphyllum, stammt aus den Tropenregionen Mittel- und Südamerikas und gehört wie die Calla zur Familie der Aronstabgewächse. Auch hier ist der Giftstoff auf nadelförmige Calciumoxalat-Raphiden zurückzuführen, die in speziellen Pflanzenzellen gespeichert sind und beim Zerbeißen von Blättern schlagartig freigesetzt werden. Die feinen Kristalle verletzen die Schleimhaut mechanisch und lösen zusammen mit reizenden Begleitstoffen eine ausgeprägte Entzündungsreaktion aus. Für Hunde ist die Pflanze vor allem deshalb relevant, weil sie als besonders pflegeleichte und verbreitete Zimmerpflanze in vielen Haushalten steht und für neugierige Hunde leicht erreichbar ist. Genaue toxische Mengen sind nicht beziffert, die Reizwirkung setzt aber meist schon bei geringem Kontakt mit angebissenen Blättern ein.
Bereits während des Zerbeißens der Blätter kommt es zu einem sofortigen Brennen im Maul, das starkes Speicheln und deutliches Unbehagen auslöst. Die Schleimhäute von Zunge, Gaumen und Rachen können anschwellen, wodurch das Schlucken erschwert wird. Häufig folgt Erbrechen als Reaktion auf die Reizung, gelegentlich auch verminderter Appetit über den restlichen Tag. Die Symptome klingen bei den meisten Hunden innerhalb weniger Stunden bis eines Tages von selbst ab, bei starker Schwellung im Rachen oder anhaltenden Schluckbeschwerden sollte jedoch ein Tierarzt aufgesucht werden.
Maul spülen, Tierarzt kontaktieren.
Urspr. Tropen Amerikas; in D sehr beliebte pflegeleichte Zimmerpflanze
Saison: Ganzjährig (Zimmerpflanze)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.