🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Das Schneeglöckchen ist eine der ersten Frühlingsblumen und gehört zur Familie der Amaryllisgewächse, zu der auch Narzissen und Amaryllis zählen. Der Giftstoff besteht aus mehreren Alkaloiden, allen voran Lycorin, das in allen Pflanzenteilen vorkommt, sich aber besonders in der Zwiebel konzentriert. Lycorin reizt die Magen-Darm-Schleimhaut und kann in höheren Dosen auch das zentrale Nervensystem beeinflussen. Für Hunde besteht die größte Gefahr beim Ausgraben und Anknabbern der Zwiebeln, etwa im Garten oder beim Freilauf in Parks, während das bloße Berühren der Blüten meist unbedenklich ist. Genaue toxische Schwellenwerte für Hunde sind nicht dokumentiert, insgesamt gilt die Pflanze aber als mittelgiftig mit meist gut überschaubarem Verlauf.
Nach der Aufnahme, insbesondere der Zwiebel, treten meist innerhalb weniger Stunden Erbrechen, Durchfall und vermehrtes Speicheln auf. Manche Hunde zeigen zusätzlich Bauchschmerzen oder eine vorübergehende Appetitlosigkeit. Bei Aufnahme größerer Zwiebelmengen sind in selteneren Fällen auch Mattigkeit oder ein leicht gesenkter Blutdruck möglich. Die Symptome klingen üblicherweise innerhalb eines Tages ab, bei anhaltendem Erbrechen oder auffälliger Schwäche ist tierärztliche Vorstellung empfehlenswert.
Tierarzt kontaktieren.
Süd- und Mitteleuropa; in D in Gärten, Parks und Laubwäldern, oft verwildert
Saison: Spätwinter–Frühling (Feb–Mär)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.