💊 Medikament · Gefahr hoch
Unter diesem Sammelbegriff fallen vor allem Benzodiazepine (etwa Diazepam, Lorazepam) und sogenannte Z-Substanzen wie Zolpidem, die beim Menschen gegen Schlafstörungen, Angstzustände oder Muskelverspannungen eingesetzt werden. Sie verstärken die Wirkung des hemmenden Botenstoffs GABA im Gehirn und wirken dadurch beruhigend, angstlösend und muskelentspannend. Bei Hunden kann die Wirkung paradox verlaufen, viele Tiere reagieren zunächst nicht mit Beruhigung, sondern mit Unruhe oder Erregung, bevor die dämpfende Wirkung überwiegt. Nach veröffentlichten Fallserien zu Zolpidem können bereits Dosen ab etwa 0,2 Milligramm pro Kilogramm zu Gangunsicherheit führen, höhere Dosen bergen die Gefahr einer lebensbedrohlichen Atemdepression, wobei die Schwelle je nach Wirkstoff und Einzeltier stark variiert und eine sichere Menge nicht pauschal genannt werden kann.
Häufig zeigen betroffene Hunde zunächst eine paradoxe Erregungsphase mit Unruhe, Hyperaktivität, Vokalisieren oder auch aggressivem Verhalten, bevor die dämpfende Wirkung einsetzt. Im weiteren Verlauf treten Gangunsicherheit, starke Schläfrigkeit, vermehrter Speichelfluss und Orientierungslosigkeit auf. Bei höheren Dosen kann es zu ausgeprägter Muskelschwäche, deutlich verlangsamter oder oberflächlicher Atmung und Absinken der Körpertemperatur kommen. In schweren Fällen droht ein Koma mit Atemstillstand, der ohne intensivmedizinische Versorgung tödlich verlaufen kann.
Sofort Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.