💊 Medikament · Gefahr sehr hoch
Insulin ist das Bauchspeicheldrüsenhormon, das zuckerkranken Hunden gespritzt wird, um den Blutzucker zu senken, und hat eine sehr geringe therapeutische Breite: Schon eine mäßige Überdosierung, eine doppelte Gabe oder eine ungenaue Spritzentechnik kann den Blutzucker gefährlich absacken lassen. Der Mechanismus ist einfach und gerade deshalb tückisch, Insulin schleust Glukose aus dem Blut in die Körperzellen, bei zu viel Insulin fehlt dem Gehirn sein wichtigster Energieträger, was Funktionsstörungen bis zum Ausfall lebenswichtiger Zentren nach sich ziehen kann. Wie schnell und wie schwer die Symptome auftreten, hängt vom Ausmaß der Überdosierung, der Abfallgeschwindigkeit des Blutzuckers und der Dauer der Unterzuckerung ab, Fallberichte beschreiben, dass bereits ein deutliches Vielfaches der üblichen Dosis lebensbedrohlich sein kann. Eine schwere, unbehandelte Unterzuckerung ist ein akuter Notfall und kann innerhalb kurzer Zeit tödlich enden.
Der Verlauf ist oft rasch, innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden nach der Überdosierung: zunächst Unruhe, Schwäche, Zittern und gesteigerter Hunger, dann zunehmende Benommenheit, Orientierungslosigkeit, Muskelzucken und Koordinationsstörungen. Im weiteren Verlauf folgen Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit und Koma, unbehandelt sind Todesfälle möglich. Auch wiederholte, überstandene Unterzuckerungsepisoden können bleibende neurologische Schäden hinterlassen, weshalb bei jedem Verdacht sofort tierärztliche Hilfe nötig ist.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.