🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Die Primel gehört zur Familie der Schlüsselblumengewächse und zählt zu den meistverkauften Garten- und Topfpflanzen im zeitigen Frühjahr. Der namensgebende Giftstoff ist Primin, ein chinonartiger Kontaktstoff, der vor allem in feinen Härchen auf Blättern und Stängeln vorkommt und bei empfindlichen Individuen allergische Hautreaktionen auslöst. Bei Hunden steht daher weniger eine klassische Vergiftung im Vordergrund als eine Kontaktreizung der Haut sowie eine leichte Reizung der Magen-Darm-Schleimhaut bei Verzehr größerer Mengen. Die Giftwirkung gilt im Vergleich zu vielen anderen Zimmer- und Gartenpflanzen als eher gering, wobei einzelne Hunde individuell empfindlicher reagieren können. Genaue Dosisschwellen sind nicht belegt, insgesamt wird die Primel aber als nur mäßig gefährlich für Hunde eingestuft.
Bei Hautkontakt mit den Primelblättern können bei empfindlichen Hunden Rötungen, Juckreiz oder kleine Quaddeln an Maul, Lefzen oder Pfoten entstehen. Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen treten meist innerhalb weniger Stunden leichtes Erbrechen und gelegentlich Durchfall auf. Die Beschwerden sind in der Regel mild und klingen innerhalb eines Tages von selbst ab. Bei ausgeprägten Hautreaktionen oder anhaltendem Erbrechen ist dennoch eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Tierarzt kontaktieren.
Ganz Europa; Wiesen, Waldränder, in D als Garten- und Topfpflanze sehr häufig
Saison: Frühling (Mär–Mai)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.