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Ist Narzissen giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Narzissen, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Narzissen (Narcissus-Arten) gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind in West- und Südeuropa heimisch, in Deutschland aber vor allem als Frühjahrsblüher in Gärten, Parks und als Schnittblume allgegenwärtig. Giftig sind alle Pflanzenteile, die höchste Konzentration des Alkaloids Lycorin und verwandter Substanzen wie Haemanthamin findet sich jedoch in der Zwiebel. Lycorin schädigt die Zellen der Magen-Darm-Schleimhaut, während weitere Inhaltsstoffe zusätzlich das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen können. Quellen nennen bereits etwa 15 Gramm frischer Zwiebel als potenziell lebensbedrohliche Menge für einen Hund, wobei die genaue Schwelle je nach Körpergewicht und individueller Empfindlichkeit schwankt und im Einzelfall unsicher bleibt. Besondere Vorsicht ist geboten, weil Narzissenzwiebeln optisch mit Speisezwiebeln verwechselt werden können und auch das Wasser einer Blumenvase relevante Giftstoffmengen enthalten kann.

Symptome einer Vergiftung

Alle Pflanzenteile enthalten Lycorin und verwandte Alkaloide, in der Zwiebel jedoch in deutlich höherer Konzentration als in Blättern und Blüten. Nach der Aufnahme kommt es meist rasch zu heftigem, teils wiederholtem Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfen und starkem Speichelfluss. Im weiteren Verlauf können Herzrhythmusstörungen, ein Abfall des Blutdrucks sowie Zittern hinzukommen, in schweren Fällen bis hin zu einem Herzstillstand. Auch das Wasser, in dem Narzissen standen, kann Giftstoffe enthalten und sollte Hunden nicht zugänglich sein. Narzissenvergiftungen können sehr rasch verlaufen, weshalb bei jedem Verdacht zeitnah ein Tierarzt kontaktiert werden sollte.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt aufsuchen. Bei Herzrhythmusstörungen oder Krämpfen: Notfall! Herz überwachen lassen.

Vorkommen in Deutschland

West- und Südeuropa heimisch. In Deutschland überall in Gärten, Parks und als Schnittblume verbreitet. Wildvorkommen u.a. in der Eifel (Narzissenwiesen bei Monschau, größtes Wildvorkommen nördlich der Alpen).

Saison: Frühling (Mär–Apr)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.