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Ist Mistel giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Die Mistel (Viscum album) ist ein Halbschmarotzer, der auf Laubbäumen wie Apfelbäumen und Pappeln wächst, und wird in Deutschland traditionell zur Weihnachtszeit als Zweig mit weißen Beeren in Wohnräumen aufgehängt. Die Giftwirkung wird vor allem den Lektinen sowie den Viscotoxinen zugeschrieben, kleinen Eiweißmolekülen, die die Magen-Darm-Schleimhaut reizen und in höherer Dosierung auf das Herz-Kreislauf-System wirken können. Nach oraler Aufnahme werden diese Eiweißgifte allerdings zu einem erheblichen Teil im Magen-Darm-Trakt abgebaut oder schlecht aufgenommen, weshalb ernste, lebensbedrohliche Vergiftungen bei Hunden über verschlucktes Mistelmaterial insgesamt seltener dokumentiert sind als etwa bei intravenös verabreichten Mistelextrakten. Die Beeren gelten als der giftigste Pflanzenteil; die praktische Gefahr für Hunde besteht vor allem darin, dass heruntergefallene Beeren unter dem Weihnachtsschmuck leicht erreichbar und für Hunde interessant sind.

Symptome einer Vergiftung

Die weißen Beeren enthalten die höchste Konzentration an Lektinen und Viscotoxinen. Nach der Aufnahme kommt es typischerweise zu Erbrechen und Durchfall; bei größeren Mengen können ein Abfall des Blutdrucks und ein verlangsamter Herzschlag hinzukommen. In ausgeprägten Fällen sind auch Krämpfe und ein Kreislaufkollaps möglich, wobei solche schweren Verläufe bei oraler Aufnahme durch Hunde eher selten sind. Da Misteln typischerweise als Weihnachtsdekoration aufgehängt werden, sollten heruntergefallene Beeren zügig vom Boden entfernt werden, um Hunden den Zugriff zu erschweren.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt kontaktieren. Bei wenigen Beeren: beobachten. Bei vielen Beeren oder Symptomen: Tierarzt aufsuchen.

Vorkommen in Deutschland

Ganz Europa als Halbschmarotzer auf Laubbäumen, besonders Apfelbäumen und Pappeln. In Deutschland flächendeckend verbreitet. Wird im Winter als Dekoration in Häusern aufgehängt.

Saison: Winter (Nov–Feb)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.