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Ist Metformin (Diabetes) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Metformin (Diabetes), giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Metformin ist ein orales Antidiabetikum, das beim Menschen die Zuckerneubildung in der Leber drosselt und die Insulinempfindlichkeit verbessert, in der Hundemedizin ist es nicht zugelassen und wird nur über die versehentliche Aufnahme menschlicher Tabletten relevant. Der Wirkstoff hemmt die Umwandlung von Milchsäure in Zucker in der Leber und bremst zusätzlich den Abbau von Glykogen, wodurch bei Überdosierung sowohl der Blutzucker gefährlich absinken als auch die Milchsäure im Blut ansteigen kann, was eine sogenannte Laktatazidose auslöst. Ein dokumentierter Fall beschreibt eine Hündin, die etwa 198 Milligramm pro Kilogramm aufgenommen hatte und rund 14 Stunden später mit krampfartigen Episoden, Schwäche und Erbrechen vorgestellt wurde. Bislang sind Todesfälle bei Hunden nach Metformin-Überdosierung nicht beschrieben und schwere Verläufe insgesamt selten, das Risiko steigt jedoch bei eingeschränkter Nierenfunktion und im höheren Alter, eine Einordnung als potenziell ernst, aber meist gut behandelbar ist daher ehrlich und angemessen.

Symptome einer Vergiftung

Die Symptome können verzögert auftreten, teils erst zehn bis vierzehn Stunden nach der Aufnahme: Erbrechen, Schwäche, Zittern und beschleunigte Atmung als Zeichen der beginnenden Übersäuerung des Blutes. Im weiteren Verlauf folgen Verwirrtheit und Muskelzucken bis hin zu krampfartigen Anfällen. Unter tierärztlicher Infusions- und Zuckertherapie ist die Prognose meist gut, das Risiko für einen schweren Verlauf steigt aber bei vorgeschädigter Niere oder höherem Alter des Hundes.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt aufsuchen.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.