🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Als Lilien werden hier echte Lilien der Gattung Lilium sowie Taglilien (Hemerocallis) verstanden, weltweit beliebte Garten- und Schnittblumen. Bei Katzen enthalten alle Pflanzenteile eine bislang nicht vollständig identifizierte nierenschädigende Substanz, die selbst in kleinsten Mengen akutes Nierenversagen auslösen kann. Beim Hund fehlt dieser besondere Wirkmechanismus, weshalb Lilien hier überwiegend als milder Magen-Darm-Reizstoff wirken und deutlich seltener zu schweren Verläufen führen. Die genaue Substanz und der Grund für diesen Artenunterschied sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, weshalb Vorsicht bei jeder Aufnahme angebracht bleibt, besonders wenn im selben Haushalt auch Katzen leben. Botanisch klar zu trennen von echten Lilien ist das Maiglöckchen (Convallaria majalis), eine nicht verwandte Pflanze mit eigenem, herzwirksamem Giftprofil.
Nach Aufnahme von Blättern, Blüten oder Pollen reagieren Hunde meist innerhalb weniger Stunden mit Speicheln, Erbrechen und weichem bis wässrigem Durchfall als Zeichen der Schleimhautreizung im Magen-Darm-Trakt. Der Verlauf ist bei Hunden in aller Regel mild und klingt oft innerhalb ein bis zwei Tagen von selbst ab. Dennoch sollte bei jedem Verzehr der Tierarzt kontaktiert werden, um eine Verwechslung mit deutlich gefährlicheren Pflanzen auszuschließen und den Verlauf im Blick zu behalten, besonders bei kleinen Hunden oder größeren aufgenommenen Mengen.
Bei Symptomen Tierarzt kontaktieren. Hat eine Katze im Haushalt Kontakt gehabt? Dann sofort Notfall-Tierarzt für die Katze!
Weltweit als Garten- und Zimmerpflanze kultiviert. In Deutschland eine der beliebtesten Schnittblumen, in fast jedem Blumenstrauß und Garten anzutreffen.
Saison: Frühling–Sommer (Apr–Aug)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.