🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) ist ein in ganz Mitteleuropa heimischer Ölbaumgewächs-Strauch (Oleaceae) und einer der häufigsten Heckenpflanzen in deutschen Gärten und Parks. Alle Pflanzenteile, besonders aber die schwarzen Beeren, enthalten Glykoside (unter anderem Ligustrin und Syringin) sowie Saponine, die Schleimhäute reizen und in höherer Dosis auf Herz und Kreislauf wirken. Bei Hunden gelten bereits fünf bis zehn Beeren als potenziell gefährlich, da die Wirkstoffe sowohl den Magen-Darm-Trakt reizen als auch, in ausreichender Menge, Herzrhythmus und Kreislauf beeinträchtigen können. Die genaue toxische Dosis ist individuell unterschiedlich und nicht exakt beziffert, weshalb jede Aufnahme größerer Beerenmengen ernst genommen werden sollte.
Zunächst zeigen betroffene Hunde Appetitlosigkeit, vermehrtes Speicheln und Bauchschmerzen, gefolgt von Erbrechen und Durchfall. Bei größeren aufgenommenen Mengen können Schwäche, Zittern und in schweren Fällen Krampfanfälle hinzukommen. Die enthaltenen Glykoside können zudem den Herzrhythmus stören, sodass in ausgeprägten Vergiftungsfällen Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kreislaufversagen möglich sind. Da die Symptome von leichten Magen-Darm-Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Reaktionen reichen können, sollte bei Verzehr mehrerer Beeren immer eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Tierarzt aufsuchen.
Ganz Mitteleuropa; extrem häufige Heckenpflanze in Gärten und Parks
Saison: Sommer–Herbst (Beeren Aug–Okt)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.