🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Kalanchoe, im Handel auch als Flammendes Käthchen bekannt, stammt ursprünglich aus Madagaskar und zählt zu den beliebtesten blühenden Zimmerpflanzen, die ganzjährig im Handel erhältlich sind. Der Giftstoff gehört zur Gruppe der Bufadienolide, herzwirksamer Glykoside, die in allen Pflanzenteilen vorkommen, wobei die Blüten die höchste Konzentration aufweisen. Bufadienolide hemmen die Natrium-Kalium-Pumpe der Herzmuskelzellen, wodurch die elektrische Erregungsleitung am Herzen gestört wird und es zu unregelmäßigem Herzschlag kommen kann. Für Hunde ist die Pflanze potenziell ernst zu nehmen, weil bei Aufnahme größerer Mengen neben Magen-Darm-Beschwerden auch gefährliche Herzrhythmusstörungen möglich sind, auch wenn die meisten Vergiftungen mild verlaufen. Bemerkenswert ist, dass sich schwere Symptome nach manchen Berichten verzögert zeigen können, teils erst nach zwölf Stunden bis zu mehreren Tagen, weshalb eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum sinnvoll ist.
In den meisten Fällen beginnt die Vergiftung mit Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Appetitlosigkeit und gelegentlich Durchfall, die innerhalb weniger Stunden nach der Aufnahme auftreten. Bei größeren aufgenommenen Mengen können im weiteren Verlauf Herzrhythmusstörungen hinzukommen, die sich durch unregelmäßigen Puls, Schwäche, Zittern oder Kollaps äußern. Da schwere Herzsymptome auch verzögert auftreten können, sollte ein betroffener Hund auch bei zunächst milden Beschwerden über mehrere Tage beobachtet werden. Bei jedem Anzeichen von unregelmäßigem Herzschlag, Schwäche oder Kollaps ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen, da Herzrhythmusstörungen unbehandelt lebensbedrohlich werden können.
Tierarzt aufsuchen.
Urspr. Madagaskar; in D beliebte blühende Zimmerpflanze, ganzjährig im Handel
Saison: Ganzjährig (Zimmerpflanze)
← Zur kompletten Giftliste für Hunde (251 Einträge)
Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.