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Ist Johanniskraut giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Johanniskraut, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Johanniskraut, botanisch Hypericum perforatum, ist eine Heilpflanze, deren Inhaltsstoffe Hyperizin und Hyperforin beim Menschen als pflanzliches Mittel gegen depressive Verstimmungen genutzt werden, weil sie den Serotonin- und Dopaminhaushalt beeinflussen. Beim Hund ist vor allem Hyperizin problematisch, es lagert sich in der Haut ein und macht diese unter Sonneneinstrahlung stark lichtempfindlich, wodurch eine sogenannte Photosensibilisierung mit Hautentzündung bis hin zu Gewebeschäden entstehen kann. Als grober Richtwert werden in der Literatur relevante Effekte ab etwa drei Gramm frischem Kraut pro Kilogramm Körpergewicht genannt, eine Menge, die bei zufälliger Aufnahme im Garten eher selten erreicht wird. Zusätzlich kann die serotoninwirksame Eigenschaft der Pflanze in Kombination mit anderen serotoninwirksamen Medikamenten, etwa bestimmten Antidepressiva, das Risiko eines gefährlichen Serotonin-Syndroms erhöhen, weshalb Johanniskraut nie unüberlegt neben anderen Präparaten gegeben werden sollte.

Symptome einer Vergiftung

Kurzfristig zeigen sich Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und vermehrter Speichelfluss. Bei ausreichender Menge und anschließender Sonnenexposition treten oft erst nach Stunden bis Tagen Hautrötungen, Bläschen, Krusten und Juckreiz besonders an unbehaarten, hellen Hautstellen auf. In schweren Fällen kommen Fieber, eine erhöhte Herzfrequenz, Krämpfe und Sehstörungen hinzu, bei Verdacht auf ein Serotonin-Syndrom zusätzlich Zittern, starke Unruhe und überhöhte Körpertemperatur.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt kontaktieren.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.