🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Die Hyazinthe stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und zählt heute zu den am weitesten verbreiteten Frühlingsblumen in deutschen Gärten und Wohnungen. Der Giftstoff sitzt vor allem in der Zwiebel und besteht aus einer Kombination von Alkaloiden und feinen Calciumoxalat-Kristallen, die zusammen stark reizend auf Haut und Schleimhäute wirken. Diese Kombination erklärt, warum insbesondere das Ausgraben und Zerbeißen der Zwiebel deutlich heftigere Reaktionen hervorruft als der Kontakt mit Blättern oder Blüten. Für Hunde besteht die Hauptgefahr beim Buddeln im Blumenbeet, wenn Zwiebeln freigelegt und angeknabbert werden, was gerade im Herbst bei frisch gepflanzten Hyazinthen häufiger vorkommt. Verlässliche Dosisangaben für Hunde fehlen, die Zwiebel gilt aber deutlich giftiger als die restliche Pflanze.
Der Kontakt mit der Zwiebel führt meist rasch zu einem brennenden Reiz im Maul mit starkem Speicheln und sichtbarem Unwohlsein. Innerhalb weniger Stunden folgen häufig Erbrechen und Durchfall, während direkter Hautkontakt mit angeschnittenen Zwiebeln zu örtlichen Rötungen führen kann. Manche Hunde zeigen zusätzlich verminderten Appetit über den restlichen Tag. Die Beschwerden klingen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen von selbst ab, bei starker oder anhaltender Symptomatik sollte dennoch ein Tierarzt aufgesucht werden.
Tierarzt kontaktieren. Zwiebel giftiger als Blüte.
Urspr. östl. Mittelmeerraum; in D als Garten- und Zimmerpflanze überall verbreitet
Saison: Frühling (Mär–Apr)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.