💊 Medikament · Gefahr hoch

Codein ist ein Opioid, das beim Menschen in codeinhaltigen Hustensäften zur Dämpfung des Hustenreizes sowie in manchen Schmerzmitteln eingesetzt wird. Es wirkt an körpereigenen Opioidrezeptoren im Gehirn und dämpft dadurch sowohl das Hustenzentrum als auch das Bewusstsein und die Atmung. Hunde reagieren empfindlich auf Opioide, zusätzlich erhöht sich die Gefahr dadurch, dass viele Hustensäfte weitere Wirkstoffe wie Alkohol, Zucker oder abschwellende Mittel enthalten können. Eine allgemeingültige toxische Schwelle für Codein beim Hund ist nicht gut belegt, die Wirkung tritt aber meist innerhalb von etwa 30 Minuten ein und kann vier bis sechs Stunden anhalten, wobei die Symptome dosisabhängig von leichter Sedierung bis zu lebensbedrohlicher Atemdepression reichen.
Nach der Aufnahme zeigen betroffene Hunde meist zunehmende Schläfrigkeit, Gangunsicherheit und mitunter Erbrechen. Die Pupillen können sich beim Hund, anders als bei der Katze, auffällig verengen. Im weiteren Verlauf vertieft sich die Bewusstseinsdämpfung, die Atmung wird zunehmend langsamer und flacher, in schweren Fällen kann sich ein Koma entwickeln. Ohne rechtzeitiges Eingreifen kann die Atemdepression bis zum Atemstillstand fortschreiten, weshalb bereits bei ersten Anzeichen von starker Schläfrigkeit nach Aufnahme eines codeinhaltigen Präparats tierärztliche Hilfe erforderlich ist.
Tierarzt aufsuchen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.