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Ist Hortensie giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Hortensie, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Die Hortensie stammt ursprünglich aus Ostasien und zählt zu den beliebtesten Gartenpflanzen in Deutschland, besonders in den feuchteren Regionen Norddeutschlands. Blätter, Knospen und in geringerem Maß auch die Blüten enthalten cyanogene Glykoside, deren genaue Zusammensetzung in der Literatur uneinheitlich beschrieben wird, oft unter dem Sammelbegriff Hydrangin zusammengefasst. Werden Pflanzenzellen beim Kauen zerstört, können diese Glykoside enzymatisch gespalten werden und Blausäure freisetzen, die die Sauerstoffverwertung in den Körperzellen blockiert. Weil Hortensien bitter schmecken und die relevanten Glykosidmengen vergleichsweise gering sind, kommt es bei Hunden nur selten zu einer für die Blausäure-Freisetzung ausreichenden Aufnahme, weshalb schwere oder gar tödliche Vergiftungen praktisch nicht beschrieben sind.

Symptome einer Vergiftung

Nach der Aufnahme größerer Mengen an Blättern oder Knospen zeigen sich meist innerhalb weniger Stunden Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen als Reaktion des Magen-Darm-Trakts. Betroffene Hunde können zusätzlich lethargisch und appetitlos wirken. Da für eine relevante Blausäure-Wirkung eine vergleichsweise große Pflanzenmenge nötig wäre, was durch den bitteren Geschmack unwahrscheinlich gemacht wird, bleiben die Beschwerden in der Praxis fast immer auf den Magen-Darm-Trakt begrenzt. Bei anhaltendem Erbrechen, sichtbarer Schwäche oder Atembeschwerden sollte dennoch zeitnah ein Tierarzt aufgesucht werden.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt kontaktieren. Bei großen Mengen: Tierarzt aufsuchen. Meist milde Verläufe.

Vorkommen in Deutschland

Ursprünglich aus Ostasien (Japan, China). In Deutschland eine der beliebtesten Gartenpflanzen, besonders in Norddeutschland und Küstenregionen (feuchtes Klima bevorzugt). Auch als Topfpflanze im Haus verbreitet.

Saison: Sommer (Jun–Sep)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.