🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Die Glyzinie, botanisch Wisteria (meist Wisteria sinensis, seltener Wisteria floribunda), ist derselbe ursprünglich aus Ostasien stammende Schmetterlingsblütler, der im Deutschen auch als Blauregen bekannt ist und in milden Lagen häufig Fassaden und Pergolen berankt. Die höchste Giftkonzentration steckt in Samen und Hülsen, die ein Lektin sowie das Glykosid Wisterin enthalten; das Lektin reizt direkt die Darmschleimhaut, während Wisterin als Glykosid auch systemisch auf Kreislauf und Nervensystem wirken kann. Da Hunde Samenhülsen leicht mit harmlosen Schoten verwechseln oder aus Neugier zerbeißen, ist die Aufnahme ganzer Samen die häufigste Ursache ernsterer Vergiftungen. Genaue Schwellenmengen für Hunde sind nicht gut belegt, Vergiftungen verlaufen aber meist mild bis mittelschwer und nur sehr selten lebensbedrohlich.
Nach Aufnahme von Samen, Hülsen oder größeren Blattmengen treten typischerweise Erbrechen, das gelegentlich blutig sein kann, sowie Durchfall und Bauchschmerzen auf. Betroffene Hunde wirken oft matt, teilnahmslos und zurückgezogen. Bei Aufnahme großer Mengen wurden auch Schwäche, Benommenheit und in Einzelfällen stärkere neurologische Auffälligkeiten beschrieben, dies ist beim Hund aber selten dokumentiert. Die meisten Fälle klingen mit symptomatischer Behandlung wie Flüssigkeitszufuhr und Magenschutz innerhalb weniger Tage ab; bei großen aufgenommenen Samenmengen oder anhaltenden Symptomen ist tierärztliche Vorstellung ratsam.
Tierarzt kontaktieren.
Urspr. Ostasien; in D als Fassadenkletterer und Pergolenpflanze in milden Lagen
Saison: Frühling–Sommer (Mai–Jun)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.