🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus), Strauch des Jahres 2025, ist in ganz Europa in Auwäldern, Hecken und Waldrändern heimisch und wird in deutschen Gärten häufig auch als Zierstrauch gepflanzt. Die im Herbst reifenden roten Beeren sowie Rinde und Blätter enthalten das Glykosid Viburnin sowie Gerb- und Bitterstoffe, die die Magen-Darm-Schleimhaut reizen. Die Giftwirkung gilt insgesamt als vergleichsweise gering, sodass es meist erst bei Aufnahme größerer Beerenmengen zu spürbaren Beschwerden kommt. Für Hunde ist die Pflanze deshalb eher ein Grund für vorsichtige Beobachtung als für akute Sorge; eine belegte gefährliche Schwellenmenge existiert nicht, gelegentliches Anknabbern einzelner Beeren verläuft in der Regel harmlos.
Nach Aufnahme größerer Beerenmengen zeigen sich typischerweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und vermehrtes Speicheln. Manche Hunde wirken vorübergehend unruhig oder nervös, bevor die eigentlichen Magen-Darm-Symptome sichtbar werden. Schwere oder lebensbedrohliche Verläufe sind bei dieser Pflanze nicht zu erwarten, die Beschwerden klingen in der Regel innerhalb kurzer Zeit von selbst ab. Hält der Durchfall länger an, wird er blutig oder wirkt der Hund zunehmend geschwächt, sollte dennoch eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Tierarzt kontaktieren.
Ganz Europa; Auwälder, Hecken, Waldränder, in D häufig, auch als Zierstrauch
Saison: Herbst (Beeren Sep–Nov)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.