🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Eichen (Quercus spec.) gehören zu den häufigsten Laubbäumen Deutschlands, vor allem in Wäldern, Parks und Alleen, und tragen im Herbst die charakteristischen Eicheln. Eicheln, junge Blätter und Rinde enthalten Gerbstoffe (Tannine), die die Eiche als natürlichen Fraßschutz bildet; unreife, noch grüne Eicheln weisen die höchste Konzentration auf. Im Hundedarm werden Tannine teilweise zu Gallussäure umgewandelt, die die Magen-Darm-Schleimhaut reizt und in größeren Mengen die Nieren schädigen kann. Als grobe Orientierung gelten bereits fünf bis zehn Eicheln als riskant für einen zehn Kilogramm schweren Hund, die tatsächliche Empfindlichkeit variiert aber von Tier zu Tier und diese Zahl ist keine gesicherte Grenze.
Erste Anzeichen wie Erbrechen und Bauchschmerzen können bereits etwa eine Stunde nach der Aufnahme auftreten. Im Verlauf kommt es typischerweise zu Durchfall, der bei stärkerer Schleimhautreizung blutig werden kann. Werden große Mengen aufgenommen, drohen zusätzlich Leber- und vor allem Nierenschäden, die sich durch vermehrten oder verminderten Durst, Mattigkeit und im schlimmsten Fall akutes Nierenversagen zeigen. Da sich Nierenschäden oft erst verzögert bemerkbar machen, sollte nach Aufnahme größerer Mengen Eicheln auch bei zunächst mildem Verlauf eine tierärztliche Kontrolle der Nierenwerte erfolgen.
Tierarzt kontaktieren bei größeren Mengen.
Ganz Europa; Eichen sind einer der häufigsten Laubbäume in D, bes. in Wäldern und Parks
Saison: Herbst (Sep–Nov)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.