🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Die Dieffenbachie stammt ursprünglich aus den Tropen Mittel- und Südamerikas und gehört wie Philodendron, Monstera und Einblatt zur Familie der Aronstabgewächse. Charakteristisch für diese Familie sind spezialisierte Zellen, sogenannte Idioblasten, die nadelförmige, unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die Raphiden, bündelweise gespeichert halten. Wird die Zelle beim Kauen verletzt, schießen die Raphiden mit dem Zelldruck regelrecht heraus und bohren sich in die Schleimhaut, während gleichzeitig freigesetzte Enzyme und Bradykinin die Reizung verstärken. Diese Kombination aus mechanischer Verletzung und chemischer Entzündung erklärt, warum die Beschwerden fast augenblicklich einsetzen und relativ heftig ausfallen, obwohl kein klassisches systemisches Gift beteiligt ist.
Bereits Sekunden bis wenige Minuten nach dem Anbeißen setzt ein brennender Schmerz in Maul und Rachen ein, der zu sofortigem, oft heftigem Speicheln und Pfoten an die Schnauze führt. Die Schleimhaut in Maul und Rachen schwillt sichtbar an und kann sich röten, was Schluckbeschwerden und Würgen nach sich zieht, gelegentlich begleitet von Erbrechen. Gerät Pflanzensaft ins Auge, entsteht eine sehr schmerzhafte Bindehautentzündung mit Tränenfluss und Blinzeln. In seltenen, ausgeprägten Fällen kann die Schwellung so stark werden, dass sie die Atemwege einengt und Atemnot verursacht, weshalb bei sichtbarer Schwellung im Rachenbereich zügig ein Tierarzt aufgesucht werden sollte.
Tierarzt aufsuchen. Maul sofort mit viel Wasser spülen. Bei Atemnot durch Schwellung: Notfall! Augen bei Kontakt mit viel Wasser ausspülen.
Ursprünglich aus den Tropen Mittel- und Südamerikas. In Deutschland als beliebte Zimmerpflanze weit verbreitet, in Wohnzimmern, Büros und öffentlichen Gebäuden.
Saison: Ganzjährig (Zimmerpflanze)
← Zur kompletten Giftliste für Hunde (251 Einträge)
Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.