🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Die Waldrebe (Clematis spec.) ist eine in ganz Europa vorkommende Kletterpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die in Deutschland an Waldrändern und Hecken wild wächst und zugleich als beliebte Garten-Kletterpflanze kultiviert wird. Wie andere Hahnenfußgewächse, etwa Butterblume oder Anemone, enthält sie das instabile Glykosid Ranunculin, das beim Zerkauen der Pflanze zu dem stark schleimhautreizenden Protoanemonin umgewandelt wird. Protoanemonin wirkt lokal ätzend auf Haut und Schleimhäute und kann bereits durch bloßes Beschnuppern und Anstupsen Hautreizungen auslösen, deutlich verstärkt durch tatsächliches Kauen an den Blättern. Für Hunde ist die Reaktion meist auf den Kontaktbereich beschränkt, in selteneren, stärker ausgeprägten Fällen wird aber auch von systemischen Symptomen berichtet; eine genaue toxische Dosis ist nicht beziffert.
Schon der Kontakt mit Pflanzensaft kann zu Hautreizungen an Maul und Pfoten führen; kaut der Hund tatsächlich an den Blättern, kommt es zu vermehrtem Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Zusätzlich werden Zittern und Atemnot beschrieben. In selteneren, stärker ausgeprägten Fällen wird von Krämpfen sowie in Einzelfällen von Nierenversagen oder Herzstillstand berichtet, wobei belastbare Daten zur Häufigkeit solcher schweren Verläufe beim Hund begrenzt sind. Die meisten Fälle bleiben mild und klingen innerhalb kurzer Zeit ab; bei anhaltendem Erbrechen, Atemnot oder Zittern sollte dennoch eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.
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Ganz Europa; Waldränder, Hecken, in D auch als beliebte Garten-Kletterpflanze
Saison: Sommer (Jun–Sep)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.