🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Die Christrose (Helleborus niger) ist ein Hahnenfußgewächs, das in Alpen und Mittelgebirgen heimisch ist und in Deutschland als winterblühende Gartenstaude sehr beliebt ist, weil sie bereits ab November in Gärtnereien erhältlich ist und mitten im Winter blüht. Die gesamte Pflanze, besonders aber Wurzeln und Samen, enthält Saponine sowie das herzwirksame Steroidglykosid Hellebrin, das ähnlich wie die Digitalis-Glykoside des Fingerhuts direkt auf den Herzmuskel wirkt und dessen elektrische Erregungsleitung stört; zusätzlich enthält die Pflanze das schleimhautreizende Protoanemonin. Tierärztliche Quellen nennen für Hunde bereits 0,3 bis 1 Gramm frische Wurzel als toxische Dosis und 4 bis 8 Gramm als potenziell tödliche Menge, was die Christrose zu einer der gefährlicheren Winterzierpflanzen macht, auch wenn schwere Vergiftungen in der Praxis vergleichsweise selten gemeldet werden.
Alle Pflanzenteile sind giftig, Wurzeln und Samen enthalten jedoch die höchste Konzentration an Hellebrin und Saponinen. Nach der Aufnahme kommt es zunächst zu starkem Speicheln, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen. Da Hellebrin auf den Herzmuskel wirkt, können im weiteren Verlauf Herzrhythmusstörungen und eine Erweiterung der Pupillen hinzukommen. Bei größeren aufgenommenen Mengen, tierärztliche Quellen nennen bereits wenige Gramm frischer Wurzel als kritisch, drohen ernste Kreislaufprobleme; da die Christrose gerade im Winter oft die einzige blühende Gartenpflanze ist, sollte sie für Hunde grundsätzlich unerreichbar bleiben.
Tierarzt aufsuchen. Herzüberwachung empfohlen. Bei großen Mengen oder Herzsymptomen: Notfall!
Alpen und Mittelgebirge heimisch. In Deutschland als winterblühende Gartenpflanze sehr beliebt, blüht wenn sonst kaum etwas blüht. In Gärtnereien und Baumärkten ab November erhältlich.
Saison: Winter (Dez–Mär)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.