🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Die Calla, botanisch Zantedeschia, stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika und zählt zur Familie der Aronstabgewächse, zu der auch Philodendron, Monstera und Einblatt gehören. Der Giftstoff besteht aus feinen, nadelförmigen Calciumoxalat-Kristallen, sogenannten Raphiden, die in speziellen Zellen aller Pflanzenteile eingelagert sind und beim Anbeißen freigesetzt werden. Diese Kristalle bohren sich mechanisch in Schleimhautgewebe und lösen zusammen mit begleitenden Enzymen einen intensiven Reiz und eine lokale Entzündungsreaktion aus. Für Hunde ist vor allem das Maul betroffen, da schon kurzes Zerbeißen von Blättern oder Blüten ausreicht, um heftige Reizerscheinungen auszulösen, auch wenn die Pflanze selten in größeren Mengen gefressen wird. Belastbare Zahlen zur toxischen Dosis fehlen, das Gefahrenpotenzial gilt aber als vergleichbar mit anderen Aronstabgewächsen.
Unmittelbar nach dem Anbeißen kommt es zu einem stechenden, brennenden Schmerz im Maul, der zu starkem Speicheln, Pfotenreiben an der Schnauze und deutlichem Unwohlsein führt. Zunge, Lippen und Rachen können innerhalb kurzer Zeit anschwellen, was Schluckbeschwerden und in ausgeprägten Fällen auch erschwerte Atmung zur Folge haben kann. Erbrechen tritt häufig als Reaktion auf die Reizung im Rachenraum auf, seltener kommt es zu Durchfall. Bei starker Schwellung im Rachenbereich oder Atemproblemen ist ein umgehender Tierarztbesuch notwendig, da in seltenen Fällen die Atemwege beeinträchtigt werden können.
Maul spülen, Tierarzt kontaktieren.
Urspr. Südafrika; in D als Zimmer- und Schnittblume beliebt
Saison: Ganzjährig (Zimmerpflanze)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.