🌿 Pflanze · Gefahr hoch
Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) stammt ursprünglich aus Süd- und Westeuropa und wird in Deutschland seit Jahrhunderten als Hecken- und Formgehölz in Gärten, Parks und auf Friedhöfen kultiviert. Er enthält über 70 verschiedene Steroidalkaloide, wobei Cyclobuxin D als Hauptwirkstoff gilt und in jungen Blättern mit dem höchsten Gesamtalkaloidgehalt besonders konzentriert vorkommt. Die genauen Wirkmechanismen der einzelnen Alkaloide sind nicht vollständig erforscht, bekannt ist jedoch, dass sie Magen-Darm-Schleimhaut, Nervensystem und Muskulatur gleichermaßen angreifen können. Als grobe Orientierung gilt eine Menge von etwa 5 Gramm Blättern pro Kilogramm Körpergewicht als gefährlich, in der Praxis stellt vor allem liegen gelassener Heckenschnitt am Wegesrand ein Risiko dar.
Die Symptome setzen meist innerhalb weniger Stunden ein, starkes, oft blutig gefärbtes Erbrechen und heftiger Durchfall als Folge der Schleimhautreizung im Magen-Darm-Trakt. Im weiteren Verlauf können Muskelzittern, Koordinationsstörungen und zunehmende Schwäche hinzukommen, da die Alkaloide auch das Nervensystem beeinflussen. Bei ausreichend hoher Aufnahme kann es zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen kommen, die bis zum Atemstillstand fortschreiten können. Besonders nach dem Heckenschnitt sollten abgeschnittene Zweige zügig entfernt werden, da bereits vertrocknete Blätter ihre Giftigkeit nicht verlieren.
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Süd- und Westeuropa heimisch. In Deutschland als Hecken- und Formgehölz in Gärten, Parks und Friedhöfen überall verbreitet. Besonders häufig in historischen Gärten und Barockanlagen.
Saison: Ganzjährig
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.