💊 Medikament · Gefahr hoch
Unter Blutdrucksenkern werden hier vor allem ACE-Hemmer (etwa Enalapril, Lisinopril) und Betablocker zusammengefasst, die beim Menschen bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen eingesetzt werden. ACE-Hemmer verhindern die Bildung des gefäßverengenden Hormons Angiotensin II, Betablocker blockieren die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin am Herzen, beide senken dadurch Blutdruck und teils Herzfrequenz. Manche dieser Wirkstoffgruppen werden zwar auch in der Tiermedizin eingesetzt, jedoch in sorgfältig bemessener Dosis, die unkontrollierte Aufnahme mehrerer Humantabletten kann beim Hund zu einem überschießenden Blutdruckabfall führen. Nach tierärztlichen Quellen gelten bei ACE-Hemmern Aufnahmen ab etwa 20 Milligramm pro Kilogramm als bedenklich, bei Betablockern kann bereits eine vergleichsweise kleine Überdosis rasch gefährlich werden, konkrete Schwellenwerte schwanken stark je nach Einzelwirkstoff.
Im Vordergrund steht ein mehr oder weniger rasch einsetzender Blutdruckabfall, der sich durch Schwäche, blasse Schleimhäute und Teilnahmslosigkeit äußert. Betroffene Hunde können zudem Erbrechen und je nach Wirkstoff eine auffällig verlangsamte oder beschleunigte Herzfrequenz zeigen. Bei stärkerer Ausprägung kommt es zu Kreislaufschwäche bis hin zum Kollaps, in der Folge kann durch die anhaltend niedrige Durchblutung auch die Nierenfunktion beeinträchtigt werden. In schweren, unbehandelten Fällen sind Bewusstseinstrübung und ein lebensbedrohlicher Kreislaufzusammenbruch möglich, die Symptome können sich je nach Wirkstoff über Stunden hinziehen, insbesondere bei retardierten Präparaten.
Tierarzt aufsuchen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.