💊 Medikament · Gefahr mittel
Aspirin (Acetylsalicylsäure) ist eines der ältesten NSAR und wird beim Menschen sowohl als Schmerz- und Fiebermittel als auch niedrig dosiert zur Hemmung der Blutplättchenverklumpung eingesetzt, etwa zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall. Wie andere NSAR hemmt es die Cyclooxygenase und damit die Bildung schützender Prostaglandine in Magenschleimhaut und Nieren, zusätzlich wirkt es gerinnungshemmend auf die Blutplättchen. Hunde bauen Salicylate deutlich langsamer ab als Menschen, wodurch sich der Wirkstoff bei wiederholter täglicher Gabe im Körper anreichert. Hunde vertragen Aspirin insgesamt besser als Katzen, nach tierärztlichen Quellen gelten Einzeldosen unter etwa 50 Milligramm pro Kilogramm meist als nur mild reizend, während Dosen über etwa 100 Milligramm pro Kilogramm zu schweren, potenziell tödlichen Vergiftungen führen können, besonders bei Vorerkrankungen, hohem Alter oder Kombination mit anderen NSAR.
Typischerweise zeigen sich zunächst Erbrechen, Appetitlosigkeit und Durchfall, teils blutig, als Zeichen der Magen-Darm-Reizung. Innerhalb weniger Stunden bis Tage können sich Magengeschwüre mit schwarzem, teerartigem Kot oder blutigem Erbrechen entwickeln. Bei höheren Dosen oder Daueranwendung treten zusätzlich schnellere Atmung, erhöhte Körpertemperatur, Schwäche und Anzeichen einer beginnenden Nierenschädigung wie vermehrtes Trinken und Urinieren auf. In schweren Fällen ist durch die Wirkung auf das Knochenmark auch eine erhöhte Blutungsneigung möglich, und im weiteren Verlauf können zentralnervöse Störungen wie Orientierungslosigkeit oder Krämpfe hinzukommen.
Tierarzt aufsuchen, vor allem bei Vorerkrankungen oder größerer Menge.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.