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Ist Antiepileptika giftig für Hunde?

⚠️ hoch
Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Antiepileptika, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Antiepileptika wie Phenobarbital dämpfen die Erregbarkeit von Nervenzellen im Gehirn und werden bei Hunden mit Epilepsie gezielt und dauerhaft eingesetzt, um Krampfanfälle zu verhindern, die therapeutische Breite ist dabei enger als bei vielen anderen Dauermedikamenten. Schon im normalen Therapiebereich treten häufig Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Ataxie sowie vermehrter Durst, Hunger und Harndrang auf, bei Überdosierung, etwa durch versehentliche Doppelgabe oder Zugriff auf den Medikamentenvorrat, verstärken sich diese Effekte deutlich. Phenobarbital kann zudem, unabhängig von der Dosis, in seltenen Fällen eine unvorhersehbare Leberschädigung oder eine Störung der Blutbildung im Knochenmark auslösen, weshalb bei Dauertherapie regelmäßige Blutkontrollen wichtig sind. Andere Antiepileptika wie Carbamazepin sind beim Hund weniger gut untersucht, generell gilt aber, dass eine Überdosierung dieser Wirkstoffgruppe die zentrale Dämpfung bis hin zur Bewusstlosigkeit verstärken kann.

Symptome einer Vergiftung

Zunächst zeigen sich zunehmende Schläfrigkeit, ein wackeliger, unsicherer Gang und Bewegungsunlust bis hin zum Liegenbleiben. Bei stärkerer Überdosierung folgen Unterkühlung sowie eine tiefe Bewusstseinstrübung bis zum Koma. Unabhängig von der akuten Dosis können nach Tagen bis Wochen Anzeichen einer Leberschädigung wie Appetitlosigkeit, Erbrechen und Gelbsucht auftreten, nach Monaten auch Anzeichen einer gestörten Blutbildung, bei Verdacht auf eine akute Überdosierung ist eine tierärztliche Kontrolle wichtig, da der Verlauf bis zum Koma fortschreiten kann.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt aufsuchen.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.