🌿 Pflanze · Gefahr mittel
Aloe Vera ist eine sukkulente Pflanze aus der Familie der Grasbaumgewächse (Asphodelaceae), ursprünglich von der Arabischen Halbinsel, die in Deutschland als Zimmerpflanze und in unzähligen Kosmetikprodukten allgegenwärtig ist. Giftig ist nicht das klare Blattgel, sondern der gelbliche Saft direkt unter der äußeren Blattschale, der Anthrachinon-Glykoside (unter anderem Aloin) und reizende Saponine enthält. Diese Stoffe wirken im Dünn- und Dickdarm abführend und schleimhautreizend, sodass Hunde nach Aufnahme größerer Blattmengen mit Magen-Darm-Beschwerden reagieren. Eine genaue Schwellenmenge ist nicht belegt und dürfte je nach Körpergewicht und individueller Empfindlichkeit stark schwanken; ein spezifisches Gegenmittel gibt es nicht, die Behandlung erfolgt rein symptomatisch.
Meist innerhalb weniger Stunden nach der Aufnahme treten Erbrechen und wässriger bis breiiger Durchfall auf, teils begleitet von Bauchkrämpfen. Durch den Flüssigkeitsverlust wirken betroffene Hunde matt und lethargisch, in ausgeprägten Fällen kann es zu Austrocknung kommen. Vereinzelt wird eine rötliche Verfärbung des Urins beschrieben, vermutlich durch Abbauprodukte der Anthrachinone. Bei den meisten Hunden klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen mit unterstützender Behandlung (Flüssigkeitszufuhr, Schondiät) ab; anhaltendes Erbrechen oder Anzeichen von Austrocknung erfordern tierärztliche Vorstellung.
Tierarzt kontaktieren.
Urspr. Arabische Halbinsel; in D als Zimmerpflanze und in Kosmetikprodukten allgegenwärtig
Saison: Ganzjährig (Zimmerpflanze)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.