🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Bittermandeln sind eine Varietät des Mandelbaums (Prunus dulcis var. amara), die sich von der süßen Speisemandel durch einen deutlich höheren Gehalt an Amygdalin unterscheidet, einem cyanogenen Glykosid, das in Bittermandeln nach vorliegenden Messungen rund 40-mal so konzentriert vorkommt wie in süßen Mandeln. Beim Kauen und Verdauen spalten körpereigene Enzyme aus Amygdalin Blausäure (Cyanwasserstoff) ab, die die Zellatmung blockiert, indem sie ein zentrales Enzym der mitochondrialen Atmungskette hemmt, wodurch Körperzellen trotz ausreichend Sauerstoff im Blut ersticken. Belastbare, spezifisch für Hunde erhobene Dosis-Wirkungs-Daten sind rar, humanmedizinische Schätzungen gehen von einer tödlichen Amygdalin-Dosis von etwa 0,5 bis 3,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht aus, weshalb bei Hunden aus Vorsicht jede Menge als potenziell gefährlich gilt.
Bittermandeln enthalten das cyanogene Glykosid Amygdalin, das im Verdauungstrakt durch Enzyme in hochgiftige Blausäure (Cyanwasserstoff) umgewandelt wird. Blausäure blockiert die Zellatmung, indem sie die Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien hemmt, wodurch die Zellen trotz ausreichend Sauerstoff im Blut ersticken. Die Vergiftung setzt oft sehr schnell ein, meist innerhalb von Minuten bis etwa einer Stunde, mit Atemnot, hellroten Schleimhäuten, Krämpfen und rasch fortschreitender Bewusstlosigkeit. Da die Erstickung auf zellulärer Ebene abläuft, kann der Zustand ohne sofortige tierärztliche Notfallbehandlung tödlich enden.
Notfall-Tierarzt!
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.