🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Xylit ist ein aus Birkenholz oder Maiskolben gewonnener Zuckeralkohol, der als kalorienreduzierter Zuckerersatz vielen zuckerfreien Kaugummis, Backwaren und Zahnpflegeprodukten zugesetzt wird. Beim Menschen hat Xylit kaum Einfluss auf den Blutzucker, beim Hund wird der Stoff jedoch von der Bauchspeicheldrüse fälschlich als echter Zucker erkannt und löst eine Insulinausschüttung aus, die nach Studienlage deutlich stärker ausfällt als bei einer vergleichbaren Menge Traubenzucker. Die Folge ist ein rascher, potenziell lebensbedrohlicher Abfall des Blutzuckerspiegels, in höheren Mengen kann zusätzlich das Lebergewebe direkt geschädigt werden. Die Datenlage zu diesen beiden Wirkschwellen gilt im Vergleich zu vielen anderen Giftstoffen als gut abgesichert, weshalb xylithaltige Produkte zu den am striktesten gemiedenen Stoffen in der Hundeernährung zählen.
Der Zuckeraustauschstoff Xylit löst bei Hunden im Gegensatz zum Menschen eine massive Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse aus, wodurch der Blutzuckerspiegel innerhalb kurzer Zeit dramatisch absinkt. Diese Unterzuckerung kann bereits 10 bis 60 Minuten nach der Aufnahme mit Schwäche, Zittern, Koordinationsstörungen und im schlimmsten Fall Krampfanfällen einhergehen. Zusätzlich kann Xylit, oft zeitverzögert nach etwa 8 bis 12 Stunden bis zu 3 Tagen, ein akutes Leberversagen auslösen, das sich durch Gelbsucht, Erbrechen und Blutgerinnungsstörungen zeigt. Da Xylit heute in vielen zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und sogar Proteinriegeln oder Erdnussbutter enthalten ist, kann bereits eine geringe Menge für Hunde lebensgefährlich sein.
Notfall! Sofort Tierarzt.
← Zur kompletten Giftliste für Hunde (251 Einträge)
Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.