🍫 Lebensmittel · Gefahr hoch
Das eigentliche Risiko bei Walnüssen (Juglans regia) geht meist nicht von der Nuss selbst aus, sondern von Schimmelpilzen der Gattung Penicillium, vor allem Penicillium crustosum, die auf feuchten, unreifen oder am Boden liegenden, verschimmelten Nüssen wachsen. Diese Pilze bilden tremorgene Mykotoxine, insbesondere Penitrem A und Roquefortin C, wobei neuere Untersuchungen nahelegen, dass Roquefortin C selbst vermutlich kaum zittererzeugend wirkt, während die neurotoxische Wirkung von Penitrem A bei Hunden gut belegt ist. Penitrem A beeinträchtigt die Reizweiterleitung im zentralen Nervensystem und führt zu einer anhaltenden Übererregung der Nervenzellen. Bereits sehr geringe Konzentrationen auf der Nussoberfläche wurden in dokumentierten Vergiftungsfällen als ausreichend beschrieben, weshalb schon einzelne verschimmelte Nüsse eine reelle Gefahr darstellen können.
Schimmelbefallene oder unreife Walnüsse können mit dem Schimmelpilzgift Roquefortin C sowie weiteren Penicillium-Toxinen belastet sein, die neurotoxisch wirken und das zentrale Nervensystem überreizen. Der Wirkmechanismus beruht auf einer gestörten Reizweiterleitung im Gehirn, wodurch unkontrollierte Muskelaktivität entsteht. Meist innerhalb von 1 bis 3 Stunden nach der Aufnahme treten Zittern, Muskelkrämpfe und Erbrechen auf, in schweren Fällen begleitet von erhöhter Körpertemperatur durch die anhaltende Muskelaktivität. Da Schimmelbefall von außen oft nicht sichtbar ist, sollten Hunde grundsätzlich keinen Zugang zu am Boden liegenden oder alten Walnüssen haben.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.