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Ist Süßholz / Lakritze giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Süßholz / Lakritze, giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Der namensgebende Inhaltsstoff Glycyrrhizin stammt aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra) und ist chemisch ein Triterpen-Glykosid mit stark süßendem Geschmack. Im Körper hemmt Glycyrrhizin das Enzym 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 2, das normalerweise das Stresshormon Cortisol in die unwirksame Form Cortison umwandelt. Dadurch bleibt Cortisol in erhöhter Konzentration aktiv und wirkt an Rezeptoren, die eigentlich für das Hormon Aldosteron vorgesehen sind, was zu Natrium- und Wassereinlagerung bei gleichzeitig erhöhter Kaliumausscheidung führt, einem sogenannten Pseudohyperaldosteronismus. Diese Wirkung ist beim Menschen gut untersucht, für Hunde liegen deutlich weniger systematische Daten vor, weshalb größere Mengen an echtem, glycyrrhizinhaltigem Lakritz vorsorglich als gesundheitlich riskant gelten.

Symptome einer Vergiftung

Der namensgebende Süßstoff Glycyrrhizin aus der Süßholzwurzel hemmt im Körper ein Enzym, das normalerweise das Stresshormon Cortisol abbaut. Dadurch wirkt Cortisol wie das Hormon Aldosteron, sodass der Körper vermehrt Natrium und Wasser einlagert, während Kalium ausgeschieden wird. In der Folge können sich, meist erst nach wiederholter Aufnahme größerer Mengen, Bluthochdruck, Muskelschwäche durch den Kaliumverlust sowie Erbrechen entwickeln. Echte Lakritze mit hohem Süßholzanteil ist dabei deutlich riskanter als Lakritz-Imitate ohne Glycyrrhizin.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt kontaktieren bei größeren Mengen.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.