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Ist Steinobst-Kerne (Kirsche, Pflaume) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Steinobst-Kerne (Kirsche, Pflaume), giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Die Kerne von Kirschen, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsichen, allesamt Arten der Gattung Prunus, enthalten wie Bittermandeln cyanogene Glykoside, vor allem Amygdalin, in unterschiedlicher Konzentration je nach Frucht und Reifegrad. Der eigentliche Giftstoff, Blausäure, wird erst freigesetzt, wenn der Kern beim Kauen zerkleinert wird, ein unzerkaut verschluckter, intakter Kern setzt daher kaum Gift frei, stellt aber unabhängig davon ein mechanisches Risiko als Fremdkörper dar. Der Wirkmechanismus der freigesetzten Blausäure entspricht dem bei Bittermandeln, sie blockiert die zelluläre Sauerstoffverwertung in der Atmungskette. Da weder die genaue Konzentration in jeder Frucht noch eine sichere Verzehrmenge für Hunde gut belegt ist, gilt auch hier ein vorsichtiger Umgang mit größeren Mengen zerbissener Kerne.

Symptome einer Vergiftung

Die Kerne von Kirschen, Pflaumen und ähnlichem Steinobst enthalten wie Bittermandeln cyanogene Glykoside, aus denen beim Zerkauen Blausäure freigesetzt wird, die die Zellatmung blockiert. Ganze, unzerkaute Kerne setzen kaum Gift frei, weil die harte Schale den Wirkstoff einschließt, weshalb die Gefahr vor allem beim Zerbeißen oder Zermahlen der Kerne entsteht. Neben der Vergiftungsgefahr mit Atemnot und Krämpfen können die harten Kerne zusätzlich einen Darmverschluss verursachen, besonders bei kleineren Hunden. Eine Blausäurevergiftung zeigt sich meist innerhalb kurzer Zeit, während sich ein Darmverschluss über Stunden bis Tage mit Erbrechen, Appetitlosigkeit und fehlendem Kotabsatz entwickelt.

🚨 Was hilft im Notfall

Tierarzt aufsuchen, besonders bei zerkautem Kern.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.