🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Senfkörner und daraus hergestellte Senfpaste enthalten je nach Art Sinigrin oder Sinalbin, Senfölglykoside, die chemisch denen von Meerrettich und Wasabi entsprechen und beim Anrühren mit Wasser durch das Enzym Myrosinase zu reizenden Isothiocyanaten umgesetzt werden. Der zugrunde liegende Reizmechanismus an Mund-, Speiseröhren- und Magenschleimhaut ist derselbe wie bei Meerrettich, wirkt bei fertiger Senfpaste aber unmittelbar, da die Reaktion beim Anrühren bereits abgeschlossen ist und die Isothiocyanate direkt vorliegen. Fertige Senfsorten enthalten zudem meist Essig, Salz und weitere Gewürze, die die Reizwirkung auf den Magen-Darm-Trakt zusätzlich verstärken können. Eine für Hunde spezifisch belegte Schwellendosis existiert auch hier nicht, weshalb die Empfehlung auf dem gesicherten Wirkprinzip und nicht auf einer exakt bezifferten Gefahrenmenge beruht.
Senfkörner und Senfpaste enthalten dieselben Senfölglykoside wie Meerrettich, die im Kontakt mit Feuchtigkeit zu reizenden Isothiocyanaten umgewandelt werden und die Magenschleimhaut angreifen. Bereits kleine Mengen können beim Hund innerhalb kurzer Zeit Speicheln, Magenreizung und Erbrechen auslösen, da der Verdauungstrakt empfindlich auf diese scharfen Verbindungen reagiert. Im weiteren Verlauf kann sich über mehrere Stunden Durchfall entwickeln, begleitet von Bauchschmerzen und vorübergehender Appetitlosigkeit. Fertigsenf enthält zudem oft Salz, Essig und weitere Gewürze, die die Reizung zusätzlich verstärken können. Bei anhaltenden Symptomen oder sehr großen aufgenommenen Mengen sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Bei Symptomen Tierarzt kontaktieren.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.