🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Auf feuchtem, älterem Brot, Nüssen, Milchprodukten und im Kompost wachsen verschiedene Penicillium-Arten, die als Abwehrstoffe tremorgene Mykotoxine bilden, allen voran Penitrem A, häufig begleitet von Roquefortin C. Diese fettlöslichen Nervengifte überwinden die Blut-Hirn-Schranke und blockieren dort spannungsabhängige Kaliumkanäle sowie die hemmende GABAerge Signalübertragung, wodurch Nervenzellen unkontrolliert feuern. Weil die tatsächliche Toxinmenge auf verschimmeltem Material stark schwankt und weder Geruch noch Aussehen verlässlich auf die Giftkonzentration schließen lassen, gilt bereits eine kleine Menge sichtbar verschimmelter Nahrung als potenziell gefährlich. Der Wirkmechanismus ist durch tierexperimentelle Untersuchungen und zahlreiche klinische Fallberichte bei Hunden gut abgesichert.
Auf verschimmeltem Brot, Nüssen und Milchprodukten oder im Kompost bilden Schimmelpilze tremorgene Mykotoxine, allen voran Penitrem A. Diese Nervengifte lösen eine überschießende Erregung im zentralen Nervensystem aus. Innerhalb weniger Stunden zeigen sich Erbrechen, feines bis grobes Muskelzittern, Übererregbarkeit, Augenzittern (Nystagmus), Herzrasen und Ataxie, die bis zu anhaltenden Krampfanfällen und gefährlicher Überhitzung fortschreiten können. Der Zugang zu Biotonne, Komposthaufen und Fallobst wird dabei häufig unterschätzt.
Sofort Tierarzt oder Notdienst kontaktieren, besonders bei Zittern oder Krämpfen. Reste des Materials zur Bestimmung sichern. Erbrechen nur auf tierärztliche Anweisung.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.