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Ist Scharfe Gewürze (Chili, Pfeffer) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Scharfe Gewürze (Chili, Pfeffer), giftig für Hunde
Was es ist & warum es gefährlich ist

Der Scharfstoff Capsaicin aus Chili und Paprika sowie das Alkaloid Piperin aus schwarzem und weißem Pfeffer sind chemisch unterschiedliche Substanzen, die beide auf denselben Hitze- und Schmerzrezeptor TRPV1 in Schleimhäuten wirken. Dieser Rezeptor registriert normalerweise Temperaturen oberhalb von etwa 43 Grad Celsius, wird durch die Scharfstoffe aber unabhängig von der tatsächlichen Temperatur aktiviert, sodass das Nervensystem ein Hitze- und Gefahrensignal meldet. Hunde besitzen denselben Rezeptortyp wie Menschen, verfügen aber über keine erlernte Toleranz für Schärfe, weshalb schon kleine Mengen als starker, unangenehmer Reiz empfunden werden. Eine ernsthafte toxische Wirkung im engeren Sinn ist bei haushaltsüblichen Mengen nicht belegt, die Reizung von Maul, Speiseröhre und Magenschleimhaut kann beim Hund jedoch deutlich ausgeprägter ausfallen als beim Menschen.

Symptome einer Vergiftung

Der Scharfstoff Capsaicin in Chili und das Alkaloid Piperin in Pfeffer reizen die Schleimhäute von Maul, Speiseröhre und Magen direkt und aktivieren dort Schmerzrezeptoren, auf die Hunde besonders empfindlich reagieren. Anders als beim Menschen fehlt Hunden jede Gewöhnung an Schärfe, weshalb schon kleine Mengen zu sofortigem Speicheln, Maulbrennen und Unruhe führen. Innerhalb weniger Stunden folgen meist Erbrechen, wässriger Durchfall und Bauchschmerzen, da die gereizte Magen-Darm-Schleimhaut vermehrt Flüssigkeit absondert. Bei chronischer Aufnahme scharf gewürzter Reste kann sich zudem eine Magenschleimhautentzündung entwickeln.

🚨 Was hilft im Notfall

Viel Wasser anbieten, bei Symptomen Tierarzt.

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.