🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Kochsalz besteht aus Natrium- und Chloridionen, die in normalen Futtermengen unbedenklich sind, in konzentrierter Form, etwa als Streusalz, Salzteig oder größere Mengen reinen Speisesalzes, aber zum Problem werden. Klinische Anzeichen wurden bei Hunden ab etwa 2 bis 3 Gramm Salz pro Kilogramm Körpergewicht beschrieben, die geschätzte tödliche Dosis liegt bei rund 4 Gramm pro Kilogramm. Besonders heikel ist dabei nicht nur die Aufnahme selbst, sondern auch die anschließende Behandlung, weil ein zu schnelles Absenken des erhöhten Natriumspiegels im Blut Wasser in die Gehirnzellen zurückströmen lässt und dadurch selbst ein gefährliches Hirnödem auslösen kann. Das Gehirn reagiert auf diese Flüssigkeitsverschiebungen besonders empfindlich, weshalb sowohl die Vergiftung als auch ihre Behandlung tierärztliche Erfahrung erfordern.
Übermäßige Salzaufnahme führt zu Hypernatriämie, einem gefährlichen Anstieg der Natriumkonzentration im Blut, wodurch dem Gehirn Wasser entzogen wird und ein Hirnödem entstehen kann. Der Körper versucht den osmotischen Druck auszugleichen, was besonders bei kleinen Hunden mit geringem Körpergewicht schnell zu einer kritischen Zelldehydrierung führt. Meist innerhalb weniger Stunden treten starker Durst, Erbrechen und Durchfall auf, gefolgt von Zittern, Krämpfen und Nierenbelastung durch die gestörte Elektrolytbalance. Wichtig ist, dass Wasser danach nur langsam und in kleinen Portionen angeboten wird, da eine zu schnelle Rehydrierung das Hirnödem verschlimmern kann.
Sofort zum Tierarzt. Wasser anbieten, aber NICHT in großen Mengen auf einmal (Hirnödem-Risiko bei Hypernatriämie). Rehydrierung muss langsam erfolgen.
← Zur kompletten Giftliste für Hunde (251 Einträge)
Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.