🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Kartoffeln (Solanum tuberosum) gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und bilden zum Schutz vor Fraßfeinden die Glykoalkaloide Solanin und Chaconin, die sich vor allem in grün verfärbter Schale, in Keimen und Augen sowie in unreifen Knollen konzentrieren. Die Verbindungen hemmen das Enzym Acetylcholinesterase und stören dadurch die Reizübertragung an Nervenzellen, zusätzlich reizen sie die Zellmembranen der Darmschleimhaut. Solanin ist relativ hitzestabil und nur begrenzt wasserlöslich, weshalb normales Kochen den Gehalt zwar senkt, ihn bei stark grünen oder gekeimten Knollen aber nicht zuverlässig auf ein unbedenkliches Niveau bringt. Die grüne Schale und die Keime enthalten dabei ein Vielfaches der Konzentration des Fruchtfleischs, weshalb genau diese Teile beim Verfüttern von Kartoffeln konsequent entfernt werden sollten.
Unreife oder grüne Kartoffeln sowie deren Schalen und Keime enthalten das Glykoalkaloid Solanin, das die Zellmembranen im Verdauungstrakt reizt und in höheren Dosen die Nervenreizleitung stört. Beim Kochen wird ein Großteil des Solanins abgebaut, weshalb vor allem rohe, grüne oder angekeimte Kartoffeln riskant sind. Meist innerhalb weniger Stunden nach der Aufnahme treten Erbrechen, Durchfall und Reizungen der Schleimhäute auf. Bei größeren Mengen kann Solanin zusätzlich das Nervensystem beeinträchtigen, weshalb bei ausgeprägten oder anhaltenden Beschwerden tierärztlicher Rat eingeholt werden sollte.
Tierarzt kontaktieren bei großen Mengen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.