🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Xylit ist ein Zuckeralkohol, der industriell aus Birkenholz oder Maiskolben gewonnen wird und in vielen kalorienreduzierten Proteinriegeln als Süßungsmittel dient. Bei Hunden wird Xylit, anders als bei den meisten anderen Säugetieren, sehr schnell aus dem Darm aufgenommen und stimuliert die Betazellen der Bauchspeicheldrüse direkt zur Insulinausschüttung. Diese Insulinantwort fällt beim Hund um ein Vielfaches stärker aus als nach einer vergleichbaren Menge Traubenzucker, während der Mensch praktisch keine Insulinreaktion auf Xylit zeigt. Werte ab etwa hundert Milligramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht gelten in der veterinärmedizinischen Literatur als Schwelle für eine gefährliche Unterzuckerung, deutlich höhere Mengen können zusätzlich das Lebergewebe schädigen. Dieser Wirkmechanismus ist inzwischen durch mehrere Studien gut belegt.
Viele zuckerfreie Proteinriegel enthalten Xylit als Süßungsmittel, das bei Hunden anders wirkt als beim Menschen, da es die Bauchspeicheldrüse zu einer massiven, unkontrollierten Insulinausschüttung anregt. Diese plötzliche Insulinflut kann bereits innerhalb von 15 bis 60 Minuten nach der Aufnahme zu einer lebensbedrohlichen Unterzuckerung mit Schwäche, Zittern, Koordinationsstörungen und Krämpfen führen. Bei größeren aufgenommenen Mengen kann Xylit zusätzlich innerhalb von 24 bis 72 Stunden ein akutes Leberversagen auslösen, das unbehandelt tödlich verlaufen kann. Da schon ein einzelner mit Xylit gesüßter Riegel für einen kleineren Hund eine gefährliche Dosis enthalten kann, handelt es sich um einen echten Notfall. Die Zutatenliste sollte umgehend geprüft und bei Xylit sofort ein Tierarzt kontaktiert werden, unabhängig davon, ob bereits Symptome sichtbar sind.
Notfall! Zutatenliste prüfen, sofort Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.