🍫 Lebensmittel · Gefahr hoch
Muskatnuss ist der Samen des Baumes Myristica fragrans, der auch die Grundlage für das verwandte Gewürz Macis bildet. Der Wirkstoff Myristicin gehört chemisch entfernt zur Gruppe amphetaminartiger Verbindungen und hemmt das Enzym Monoaminoxidase, wodurch die Signalstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten. Diese Wirkung erklärt die halluzinogenartigen und übererregenden Effekte, die bei einer Vergiftung auftreten können. Nach vorliegenden Berichten wurden bei einem 10 Kilogramm schweren Hund bereits nach 1 bis 2 Gramm gemahlener Muskatnuss erste klinische Anzeichen beschrieben, belastbare, systematische Dosis-Wirkungs-Daten speziell für Hunde sind jedoch begrenzt.
Der Wirkstoff Myristicin in Muskatnuss beeinflusst das zentrale Nervensystem ähnlich wie ein Halluzinogen und kann in höheren Dosen zu einer toxischen Übererregung führen. Die Latenz beträgt meist 3 bis 8 Stunden, danach treten Desorientierung, Halluzinationen, Zittern und Krämpfe auf, begleitet von Herzrasen und erhöhter Körpertemperatur. Hunde reagieren deutlich empfindlicher auf Myristicin als Menschen, weshalb bereits kleine Mengen etwa aus Gebäck problematisch werden können. Da der Abbau des Wirkstoffs langsam verläuft, können die Symptome mehrere Stunden bis Tage anhalten.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.