🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Matcha ist das fein vermahlene, komplette Blatt der Teepflanze Camellia sinensis, wodurch beim Verzehr anders als bei aufgebrühtem Tee die gesamte Blattmasse und damit ein Vielfaches der sonst üblichen Menge an Methylxanthinen aufgenommen wird, vor allem Koffein und in geringerem Maß Theobromin. Diese Alkaloide blockieren Adenosinrezeptoren und hemmen Phosphodiesterasen, was das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System stark stimuliert. Hunde bauen Koffein langsamer ab als der Mensch, sodass sich die Substanz im Körper anreichert und länger wirkt. Die grundsätzliche Empfindlichkeit von Hunden gegenüber Methylxanthinen ist über zahlreiche Vergiftungsfälle gut dokumentiert, eine verlässliche Dosisschwelle lässt sich wegen unterschiedlicher Körpergewichte und individueller Empfindlichkeit aber nur als grobe Orientierung angeben.
Matcha ist stark konzentrierter grüner Tee und enthält deutlich mehr Koffein und verwandte Methylxanthine pro Gramm als aufgebrühter Tee oder Kaffee, da das gesamte Blattpulver mitgegessen wird statt nur aufgegossen zu werden. Diese Methylxanthine wirken auf Herz-Kreislauf-System und zentrales Nervensystem, sodass es je nach aufgenommener Menge innerhalb von 1 bis 4 Stunden zu Herzrasen, Zittern, Unruhe und Überaktivität kommen kann. Hunde bauen Koffein deutlich langsamer ab als Menschen, weshalb bereits geringe Mengen Matcha für ihr Körpergewicht eine relevante Dosis darstellen können. In ausgeprägten Fällen sind auch Herzrhythmusstörungen und Krämpfe möglich. Bei Verdacht auf die Aufnahme von Matcha oder matchahaltigen Produkten sollte zeitnah tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Tierarzt kontaktieren.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.