🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Frühjahrs- und Herbstlorchel enthalten das Mykotoxin Gyromitrin, das im sauren Milieu des Magens zu Monomethylhydrazin hydrolysiert wird, einer hochreaktiven Substanz, die auch als Bestandteil von Raketentreibstoff bekannt ist. Monomethylhydrazin hemmt die Bildung von Gamma-Aminobuttersäure im Nervensystem und schädigt darüber hinaus direkt die Leberzellen, wodurch sowohl neurologische Symptome als auch ein Leberversagen entstehen können. Zusätzlich kann die Substanz rote Blutkörperchen schädigen und eine hämolytische Anämie auslösen, was die Sauerstoffversorgung des Gewebes weiter beeinträchtigt. Der Gyromitringehalt schwankt je nach Pilzart, Zubereitung und Region stark, weshalb eine verlässliche ungefährliche Menge nicht angegeben werden kann und roh oder unzureichend gegart verzehrte Lorcheln grundsätzlich als gefährlich gelten.
Die Frühjahrs- und Herbstlorchel enthalten das Gift Gyromitrin, das im Körper zu Monomethylhydrazin umgewandelt wird, einer Substanz, die Leberzellen direkt schädigt und zusätzlich den Vitamin-B6-Stoffwechsel stört. Charakteristisch ist eine tückische Latenzzeit von 6 bis 12 Stunden, in der der Hund oft unauffällig wirkt, bevor plötzlich Erbrechen und Durchfall einsetzen. Anschließend entwickelt sich häufig ein fortschreitendes Leber- und Nierenversagen, das sich unter anderem durch Gelbsucht, Teilnahmslosigkeit und verminderte Urinausscheidung zeigt. Da die Giftmenge je nach Zubereitung und Pilzexemplar stark schwankt und selbst gekochte Lorcheln nicht sicher entgiftet sind, ist jeder Verzehr durch den Hund als lebensbedrohlicher Notfall zu behandeln.
Sofort Notfall-Tierarzt, es besteht Lebensgefahr! Gift (Gyromitrin) schädigt Leber und Nieren. Pilzreste zur Bestimmung mitnehmen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.