🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Kaki-Kerne und vor allem die Schale unreifer Früchte enthalten reichlich Tannine, allen voran den Gerbstoff Shibuol, der im sauren Magenmilieu mit Zellulose und anderen Fasern der Frucht verklumpt. Dabei entsteht ein sogenannter Phytobezoar, eine feste, unverdauliche Masse, die sich anders als normale Nahrung nicht ohne Weiteres durch den Verdauungstrakt weiterbewegt. Im Vordergrund steht hier also weniger eine chemische Vergiftung als ein mechanisches Risiko, das sich beim Menschen gut und bei Hunden in Einzelfällen dokumentiert findet. Reifes, geschältes Fruchtfleisch ohne Kerne enthält deutlich weniger dieser Gerbstoffe und gilt in kleiner Menge als weit weniger riskant.
Reifes Kaki-Fruchtfleisch in kleiner Menge ist unproblematisch, doch Kerne und Schale sind schwer verdaulich und können sich im Magen-Darm-Trakt zu einem festen Klumpen (Phytobezoar) verbinden, der einen mechanischen Darmverschluss auslöst. Unreife Früchte reizen zusätzlich durch Tannine. Erste Zeichen sind Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Bei einem Verschluss kommen erfolgloses Würgen, aufgeblähter Bauch, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit hinzu, teils erst nach Tagen.
Bei verschluckten Kernen oder Schale und bei erfolglosem Würgen, aufgeblähtem Bauch oder anhaltender Appetitlosigkeit umgehend in die Tierklinik. Bei Fremdkörperverdacht kein Erbrechen ohne tierärztliche Anweisung.
← Zur kompletten Giftliste für Hunde (251 Einträge)
Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.