🍫 Lebensmittel · Gefahr sehr hoch
Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) enthält die strukturell verwandten Substanzen Ibotensäure und Muscimol, wobei sich Ibotensäure beim Trocknen oder Erhitzen des Pilzes durch Abspaltung einer Carboxylgruppe teilweise in das stabilere Muscimol umwandelt. Ibotensäure wirkt als Agonist an glutamatergen Rezeptoren des zentralen Nervensystems und ist maßgeblich für die unangenehmen, erregenden Vergiftungserscheinungen verantwortlich, während Muscimol an GABA-A-Rezeptoren andockt und dort die hemmende Wirkung dieses Botenstoffs verstärkt, was zu Dämpfung und veränderten Bewusstseinszuständen führt. Beide Wirkstoffe greifen also gegensätzlich in dieselben Grundschaltkreise der Nervenübertragung ein, was das klinische Bild uneinheitlich und schwer vorhersehbar macht. Zur genauen Wirkschwelle beim Hund liegen kaum belastbare Daten vor, weshalb jeder Verzehr sicherheitshalber als ernstzunehmende Vergiftung behandelt werden sollte.
Der Fliegenpilz enthält die Wirkstoffe Ibotensäure und Muscimol, die im Gehirn auf Glutamat- und GABA-Rezeptoren wirken und so die Signalübertragung im zentralen Nervensystem massiv stören. Da diese Stoffe schnell aufgenommen werden, setzen erste Symptome wie Speicheln, Erbrechen und Durchfall häufig schon 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Fressen ein. Im weiteren Verlauf können verengte Pupillen, Muskelzittern, starke Übererregung oder umgekehrt Benommenheit sowie Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit hinzukommen. Eine Fliegenpilzvergiftung ist lebensbedrohlich und kann unbehandelt tödlich enden, weshalb sie immer als Notfall gilt.
Sofort Notfall-Tierarzt, es besteht Lebensgefahr! Giftstoffe: Ibotensäure und Muscimol wirken auf das Nervensystem. Pilzreste zur Bestimmung mitnehmen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.