🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Eicheln enthalten Gallotannine, die im Verdauungstrakt zu Gallussäure und Tanninsäure abgebaut werden. Diese Abbauprodukte reizen die Schleimhaut von Magen und Darm und können in größerer Menge auch Leber- und Nierenzellen schädigen, weil Hunden die Enzymausstattung fehlt, um Tannine wirkungsvoll zu entgiften. Nach vorliegenden Fallberichten gilt eine Aufnahme von grob sechs Prozent des Körpergewichts an Eicheln als Schwelle für schwere Vergiftungserscheinungen, ein einzelnes verschlucktes Stück ist meist unproblematisch und stellt eher ein Verschluckungsrisiko dar. Die Datenlage zu Nieren- und Leberschäden stammt überwiegend aus Einzelfallberichten, eine systematische Dosis-Wirkungs-Untersuchung bei Hunden fehlt bislang.
Eicheln enthalten reichlich Gerbsäure (Tannine), die beim Abbau unter anderem Gallussäure freisetzt. Tannine reizen die Magen-Darm-Schleimhaut, in größeren Mengen kann die resorbierte Gallussäure Leber und Nieren belasten. Typisch sind Erbrechen, teils blutiger Durchfall und Appetitlosigkeit, bei größeren Mengen kommen vermehrter Durst und Mattigkeit als Zeichen einer Organbelastung hinzu. Hunde nehmen Eicheln vor allem im Herbst beim Schnüffeln auf, ganze Eicheln bergen zusätzlich Verschluckungs- und Verstopfungsgefahr.
Bei größeren Mengen oder anhaltendem Erbrechen und Durchfall Tierarzt kontaktieren, ein Blutbild kontrolliert Leber- und Nierenwerte. Erbrechen nur auf tierärztliche Anweisung.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.