🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Dörrpflaumen entstehen durch Trocknung frischer Pflaumen, wodurch Wasser entzogen wird und sich Fruchtzucker, Traubenzucker sowie der natürlicherweise in Steinfrüchten enthaltene Zuckeralkohol Sorbit um ein Vielfaches gegenüber der frischen Frucht aufkonzentrieren. Sorbit wird im Dünndarm nur langsam und unvollständig aufgenommen, bindet dadurch osmotisch Wasser im Darmlumen und wird von Darmbakterien im Dickdarm weiter vergoren, was Gasbildung und einen abführenden Effekt zur Folge hat, ein Mechanismus, der auch von sorbithaltigen zuckerfreien Produkten bekannt ist. Da eine Handvoll Dörrpflaumen bezogen auf das Körpergewicht eines Hundes eine erheblich größere Sorbitmenge darstellt als für einen Menschen, wirkt dieselbe Portion bei Hunden deutlich stärker abführend. Eine feste toxische Grenzmenge gibt es nicht, die Gefahr liegt in einer dosisabhängigen, mitunter starken Verdauungsstörung und nicht in einer systemischen Vergiftung.
Getrocknete Pflaumen sind stark mit Zucker und dem Zuckeralkohol Sorbit konzentriert, der im Darm osmotisch Wasser bindet und dadurch abführend wirkt. In größeren Mengen überfordert dieser Effekt die Darmflora des Hundes und führt meist innerhalb weniger Stunden zu starkem, wässrigem Durchfall und krampfartigen Bauchschmerzen. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust können vor allem kleine Hunde und Welpen rasch dehydrieren, was sich in Mattigkeit und trockenen Schleimhäuten zeigt. Der hohe Fasergehalt kann zusätzlich zu Blähungen und Unwohlsein beitragen. Ausreichend Wasser anzubieten hilft, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, bei anhaltendem Durchfall ist aber tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Wasser anbieten, bei Symptomen Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.